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Digital-Award

DMMA Onlinestar: Mit vereinten Kräften

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Links der DMMA, rechts der Onlinestar – eine neue Trophäe wird gerade designt

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) bereinigt die Award-Landschaft: Der DMMA Onlinestar soll wichtigster Kreativpreis der Branche werden. ONEtoONE fragte nach den Gründen, Auswirkungen und Zielen der Zusammenlegung.

„Wir machen uns das Leben selbst schwer mit zu vielen Baustellen“, sagt Dirk Kedrowitsch, Vizepräsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW). Kedrowitsch meint den Überfluss an Kreativpreisen in der Werbebranche. Er wolle Awards nicht generell in Frage stellen – „aber wenn es zu viele Preise gibt, kann man mit den einzelnen Auszeichnungen keine Sichtbarkeit mehr erzielen“. Gut die Hälfte der Awards sei verzichtbar.

Über das, was Kedrowitsch sagt, wird in der Werbebranche immer wieder debattiert, besonders in wirtschaftlich kritischen Zeiten. Denn die Masse der Preise verwässert nicht nur das Ansehen der einzelnen, die Teilnahme an ihnen kostet auch viel Geld. Im letzten Jahr war wegen der Wirtschaftskrise bei den Agenturen weniger Budget vorhanden, um an Preisen teilzunehmen, weshalb manche sogar den kompletten Rückzug vom Award-Rummel ankündigten. In Folge sanken bei vielen Kreativpreisen die Einreichungszahlen, zum Beispiel beim Art Directors Club (ADC) Germany oder dem Deutschen Dialogmarketing Preis (DDP). Selbst die Awards der digitalen Wirtschaft, die sonst noch meist einziger Wachstumsbereich innerhalb der Werbung war, verzeichneten eine zurückgehende Tendenz. Beim letztjährigen Deutschen Multimedia Award (DMMA), der vom BVDW gemeinsam mit der MFG Baden-Württemberg vergeben wird, sank die Anzahl der Einreichungen um 20 Prozent auf rund 300 Arbeiten. Der Onlinestar kam nach 327 im Vorjahr im Jahr 2009 nur auf 250 Einreichungen.

Dringender Handlungsbedarf

Kedrowitsch, der hauptberuflich bei Pixelpark tätig ist und sich beim BVDW insbesondere in Sachen DMMA engagiert, sah offenbar Handlungsbedarf. Der Verbandsvize begann, sich nach Verbündeten umzuschauen. Die Folge: Der BVDW und die MFG Baden-Württemberg, Veranstalter des DMMA, ziehen künftig mit der Verlagsgruppe Ebner Ulm, Veranstalter des Onlinestar, an einem Strang. Die beiden Preise werden in diesem Jahr erstmals unter dem Namen DMMA Onlinestar gebündelt. „Ich habe mir auch andere Sachen angesehen, da habe ich kein Geheimnis daraus gemacht“, sagt Kedrowitsch. „Aber bei DMMA und Onlinestar war im letzten Jahr die Jury schon fast identisch, das passte gut.“

Allerdings: „Die Zusammenlegung hat nicht mit dem Einsendungsrückgang zu tun, sondern mit der Performance“, sagt Kedrowitsch. Wichtiger ist es ihm, dass der Gewinn eines DMMA Onlinestar deutlich zum Renommee einer Agentur beiträgt. „Dass die Leute durch die Zusammenlegung noch Geld sparen, ist ein positiver Nebeneffekt.“

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