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Geschäftsergebnis 2009

D+S rutscht in die roten Zahlen

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Dr. Gerold Linzbach will mit D+S im laufenden Jahr eine deutliche operative Steigerung des EBITDA erzielen

Der Call-Center- und E-Commerce-Dienstleister D+S hat im vergangenen Jahr deutliche Verluste erlitten. Laut Geschäftsbericht belief sich das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) auf minus 32,8 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse konnte das Unternehmen um 5,4 Prozent auf 292,2 Millionen Euro steigern. Grund für den Rückgang des Ergebnisses seien umfangreiche Bewertungsanpassungen und Restrukturierungsaufwendungen, teilte das Unternehmen mit.

„Diese Maßnahmen war unumgänglich, um das Unternehmen auf einen profitablen, nachhaltigen Wachstumskurs zu bringen“, so D+S-Vorstandvorsitzender Dr. Gerold Linzbach in einer Unternehmensmitteilung. „Wir haben das vergangene Geschäftsjahr genutzt, um unsere Konzernstrukturen den Marktbedingungen anzupassen und die unternehmerische Eigenständigkeit und damit die Profitabilität der einzelnen Geschäftsbereich zu stärken“, so Linzbach weiter.

In einem im Geschäftsbericht enthaltenen Brief an die Aktionäre von D+S hatte Linzbach zuvor geschrieben: „Die internationale Wirtschaftskrise ist auch an der D+S Group im Geschäftsjahr 2009 nicht spurlos vorbeigegangen.“ 2008 hatte das Unternehmen laut Linzbach nach Berücksichtigung der Bewertungsanpassung noch einen Gewinn von 32,5 Millionen Euro erzielt.

Linzbach begründete den deutlichen Ergebnisrückgang mit schwierigen Marktbedingungen und regulatorischen Beschränkungen sowie notwendigen Bilanzkorrekturen. Schon im Oktober vergangenen Jahres hatte D+S bekannt gegeben, das angestrebte Ergebnis nicht erreichen zu können. Gleichzeitig verließ der damalige Vorstandsvorsitzende Achim Plate das Unternehmen „aufgrund unterschiedlicher strategischer Auffassungen über die Weiterentwicklung des Unternehmens“, wie es damals hieß; an seine Stelle rückte Linzbach.

D+S ist in drei Geschäftsfeldern aktiv: Im Bereich Mobile & Telephony Services habe eine stärkere Regulierung des Telemarketing zu Umsatzrückgängen geführt, schreibt Linzbach in dem Brief an die Aktionäre. Die Customer Care Services genannte Call-Center-Sparte habe unter einer hohen Wettbewerbsintensität gelitten. Anlass zur Hoffnung für D+S bietet aber das E-Commerce-Geschäft, dass sich unter der Kernmarke Netrada positiv entwickeln und im Umsatz um 30,7 Prozent zulegen konnte, heißt es im Geschäftsbericht. Das Geschäft mit dem Online-Handel und mit Fulfillment-Dienstleistungen soll dementsprechend auch Hauptträger eines angestrebten Umsatz- und Ergebniswachstums sein, heißt es in einer Prognose am Ende des Geschäftsberichtes. Im vergangenen Jahr konnte die D+S-Gesellschaft Netrada schon den Auftrag für die internationale Betreuung der Onlineshops des Markenartiklers Puma gewinnen. Nun soll das weltweite Geschäft mit der Mode- und Bekleidungsindustrie ausgebaut werden. Zu diesem Zweck seien auch Akquisitionen angedacht, so der Prognosebericht. Um die andern beiden Geschäftsbereiche zurück in die Profitabilität zu führen, hat D+S bereits im vergangenen Jahr umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen angestoßen. Besonders im Communication-Center-Bereich hat der Konzern Personal abgebaut und überlappende Bereiche miteinander verschmolzen, heißt es im Geschäftsbericht.

Für das Jahr 2010 bestehe weiterhin große Unsicherheit über die gesamtwirtschaftliche Lage, so D+S in der Prognose. Der Vorstandsvorsitzende Linzbach will jedoch „ein deutliches Umsatzwachstum und eine signifikante operative EBITDA-Steigerung erzielen“, heißt es in dem Brief an die Aktionäre. Von einer genauen Prognose für die Jahre 2010 und 2011 sieht D+S jedoch wegen der genannten Gründe ab. (re)

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