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Prognose

Ausgaben für Online-Bewegtbildwerbung verdoppeln sich

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Für den Song "The Wilderness Downtown" hat die Band Arcade Fire gemeinsam mit Google und dem Regisseur Chris Milk überlegt, wie das Musikvideo der Zukunft aussehen könnte – das Ergebnis bezieht abhängig von der Eingabe des Users Inhalte aus Google Maps und Street View mit ein und verfremdet diese

Werbung innerhalb von Internet-Videos boomt: Laut einer Prognose des Marktforschers Screen Digest, die ONEtoONE exklusiv vorliegt, werden die Netto-Ausgaben für Online-Bewegtbildwerbung in diesem Jahr um fast 100 Prozent auf 92,9 Millionen Euro steigen. Besonders die Werbung im Umfeld von Videoportalen wie Youtube, die zu großen Teilen auf von Nutzern hochgeladene Videos setzen, wächst exponentiell. Die digitale Wirtschaft unternimmt derweil viel, um den Trend zur Videowerbung weiter anzufachen. Und wie bewegte Bilder im Netz künftig aussehen könnten, demonstriert die Band Arcade Fire im Schulterschluss mit Google.

Nach 46,2 Millionen Euro im Jahr 2009 werden nach den Hochrechnungen von Screen Digest in diesem Jahr in Deutschland 92,9 Millionen Euro netto in Bewegtbildwerbung im Netz investiert. Großer Gewinner ist dabei der Bereich User Generated Video, zu denen Screen Digest Portale wie Youtube, Clipfish, Myvideo und Sevenload zählt. Die Ausgaben in diesem Bereich werden sich laut dem Marktforscher in diesem Jahr von 9,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 43,1 Millionen Euro mehr als vervierfachen. Der große Sprung hat zwei Gründe: „User-Generated-Content-Portale bieten in steigendem Maße professionelle Inhalte an, die besser monetarisiert werden können“, sagt Daniel Knapp, Senior Analyst Advertising von Screen Digest in London. Außerdem erweist sich in diesem Bereich Googles Videoportal Youtube als ganz besonderer Wachstumstreiber. Dort stellen verstärkt Marken und Medienhäuser – wie etwa die BBC – Videos in eigenen Channels ein. Das Portal hat sich für den Großteil der Internetsurfer seit seinem Start zur zentralen Anlaufstelle für Videos im Netz entwickelt. „Youtube hat die große Mehrheit des UGC-Traffics“, so Knapp. Die Werbetreibenden investieren laut dem Marktforscher insbesondere in Googles Text-Anzeigen Adwords, die innerhalb der Youtube-Videos eingeblendet werden können.

Dem Bereich User-Generated-Video steht in der Screen-Digest-Erhebung das Segment Online-TV gegenüber. Hier steigen die Netto-Werbeausgaben von 37 Millionen Euro im Jahr 2009 auf 49,8 Millionen Euro im Jahr 2010, so die Prognose. Unter Online-TV fallen für Screen Digest alle Videos aus dem traditionellen Fernsehbereich, aber auch solche, die speziell fürs Web gemacht wurden und beispielsweise von Sendern über eigene Plattformen wie RTL Now zur Verfügung gestellt werden. Nicht dazu gehören Musikvideos, Kinofilme und Filmtrailer, Computerspieltrailer, Erotikinhalte und Inhalte, die über User-Generated-Content-Portale verbreitet werden.

Die Internet-Branche versucht mit der Verbreitung der Bewegtbildwerbung unter den Werbetreibenden einen größeren Anteil der klassischen Werbebudgets einzustreichen. Um Unternehmen und Agenturen über die Möglichkeiten der Bewegtbildwerbung im Netz aufzuklären, hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) das Kompendium „Bewegtbild im Web – Kompass 2010/2011“ veröffentlich. Der Band liefert Definitionen, erklärt Werbeformate und rechtliche Grundlagen und zeigt Nutzungsmöglichkeiten auf. Videowerbung im Netz soll auch zur Markenführung geeignet sein, so der BVDW.

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