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Amazon umgarnt Markenartikler

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Im Mittelpunkt der Frühjahrskampagne stehen Kleider von Luxusmarken

Der E-Commerce-Gigant Amazon will sein Modegeschäft ausbauen. Wie der Branchendienst „Women‘s Wear Daily“ (WWD) berichtet, startete das Unternehmen im März in den USA erstmals eine Werbekampagne nur für sein Modesegment. Zum Einsatz kommen dafür ein TV-Spot, Print-, Außen- und Online-Display-Werbung sowie Maßnahmen in sozialen Netzwerken, erklärte Cathy Beaudoin, Chefin von Amazon Fashion, gegenüber WWD.

Offenbar kümmert sich der Amazon-CEO Jeff Bezos persönlich um die Modeoffensive. Im Mai vergangenen Jahres sagte er gegenüber der „New York Times“, dass sein Unternehmen eine „erhebliche Investition“ tätigen wolle, um große Modemarken davon überzeugen zu können, ihre Artikel über Amazon zu verkaufen. Nach Angaben von WWD hat das Unternehmen im November vergangenen Jahres ein 12.000 Quadratmeter großes Fotostudio in New York angemietet, um dort Kleidungsstücke adäquat inszenieren zu können.

Laut „New York Times“ hat Bezos insbesondere hochpreisige Modeartikel im Fokus. Da die Kosten beim Versand eines Zehn-Dollar-Buches dieselben seien wie bei einem 1.000-Dollar-Rock, sei die Bruttomarge pro Einheit bei Modeartikeln deutlich höher, sagte der CEO.

Amazon ist bereits seit der Übernahme des Versenders Shopbop im Jahr 2006 im Modehandel aktiv. 2009 übernahm der Konzern den Schuhversender Zappos, 2011 den Shopping-Club My Habit. In Europa betreibt Amazon den Shoppingclub Buy VIP. Bisher ist das Unternehmen mit Bekleidung offenbar noch nicht so erfolgreich wie in anderen Sortimentsbereichen. Im Geschäftsbericht findet sich keine detaillierte Angabe zum Umsatzanteil des Modebereiches; auch auf ONEtoONE-Anfrage wollte das Unternehmen dazu keine Auskunft erteilen.

In Deutschland hat Amazon im Jahr 2008 einen Modeshop auf dem eigenen Marktplatz eröffnet. Damals verkauften dort allein Drittanbieter in eigenen Markenshops. Heute ähnelt die Startseite des deutschen Modebereichs jener aus den USA. „Amazon hat das Angebot seit der Eröffnung kontinuierlich ausgebaut und bietet derzeit neben einer großen Auswahl von Drittanbietern auch immer mehr Produkte an, die direkt über Amazon.de vertrieben werden“, so eine Sprecherin. (re)

Dieser Artikel erschien zuvor in ONEtoONE Ausgabe 04/13.

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